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Spendenaktion - Feuerwehr Neuenkirchen schafft eine Wärmebildkamera an

Klein, handlich und eine große Hilfe bei Einsätzen ist die neue Wärmebildkamera, deren Funktion Neuenkirchens Ortsbrandmeister Dieter Dohm (Vierter von links) Josef Kruse, Oliver Mikosch, Maik Geers, Christian Kenning und Anna-Lena Geers (von links) erklärt.
Foto: Christian Geers

Neuenkirchen. Nicht alles kann die Freiwillige Feuerwehr Neuenkirchen aus ihrem Budget finanzieren. Für die Anschaffung einer Wärmebildkamera starteten die Mitglieder nun eine Spendenaktion.

Die neue Wärmebildkamera, die Neuenkirchens Ortsbrandmeister Dieter Dohm in den Händen hält, ist klein, handlich und vollgestopft mit moderner Technik. Eben ein Hightech-Gerät, ohne das Freiwillige Feuerwehren angesichts vielfältiger Einsätze heutzutage nicht mehr auskommen „und das jede Wehr haben sollte“, sagt Dohm. Vor vier Jahren schuf die Samtgemeinde Neuenkirchen eine Wärmebildkamera für die drei Feuerwehren an, mit der seither ein Einsatzwagen der Feuerwehr Merzen ausgestattet ist und die im Ernstfall selbstverständlich auch den Wehren in Neuenkirchen und Voltlage zur Verfügung steht.

Gerät kostet rund 6000 Euro

In Neuenkirchen startete die Feuerwehr eine Spendenaktion, um sich auch so eine Wärmebildkamera zulegen zu können. Mit ihrem Ansinnen stießen die Mitglieder bei fördernden Mitgliedern, Kaufmannschaft und Privatleuten im Ort auf große Zustimmung, sie spendeten gerne. Unterstützung erhielt die Wehr auch von der VR-Bank Osnabrücker Nordland, die 500 Euro aus den Erträgen des Gewinnsparens überwies. Am Ende kamen rund 6000 Euro zusammen. Seit Anfang Dezember sind Neuenkirchens Brandbekämpfer im Besitz der Wärmebildkamera und vervollständigten damit ihre Ausrüstung. „Das ist das Beste für den Brandschutz“, kommentierte Maik Geers, stellvertretender Ortsbrandmeister der Feuerwehr, die Anschaffung. Er wie auch die übrige Mannschaft dankt dafür allen, die dazu einen Beitrag geleistet hatten.

Kamera macht Infrarotstrahlung sichtbar

Und wie funktioniert eine Wärmebildkamera? Jedem Gegenstand und jedem Lebewesen ist Energie in Form von Infrarotstrahlung zu eigen. Diese Wärmestrahlung wird auf dem Display der Kamera sichtbar gemacht. Die Elektronik wertet elektrische Signale aus und wandelt sie um in ein Wärmebild (Thermografie), das in Schwarz-Weiß oder in Farbe auf dem Display erscheint. Eine Farbskala zeigt die Temperaturen an.

Hilfreich in stickigem Rauch und in dunkler Nacht

Eine Wärmebildkamera leistet zum Beispiel bei Bränden und bei stickigem Rauch gute Dienste, hier werden die unterschiedlichen Temperaturen am Einsatzort in kontrastreichen Bildern dargestellt. Das hilft, den Brandherd zu lokalisieren. Außerdem können Einsatzkräfte auf diese Weise Glutnester in Decken, Wänden und Böden aufspüren, die mit bloßem Auge nicht zu erkennen sind. Hilfreich ist die Wärmebildkamera auch bei der Suche nach Vermissten in dunkler Nacht: „Lebewesen sind bis zu einer Entfernung von 400 Metern auszumachen“, erläutert Dieter Dohm.

 

Quelle: Bersenbrücker Kreisblatt
https://www.noz.de/lokales/samtgemeinde-neuenkirchen/artikel/1620996/feuerwehr-neuenkirchen-schafft-eine-waermebildkamera-an

 

30. Dezember 2018, 15:26 Uhr